Das Hospiz von St. Florian wurde im 12. Jahrhundert mit der Absicht erbaut, Pilgern, die nach Rom, Santiago oder ins Heilige Land wollten, Unterkunft und medizinische Hilfe zu bieten. Aufgrund wiederholter Überflutungen durch die Etsch wurde der ursprüngliche Sitz neben der gleichnamigen Kirche im Laufe des 13. Jahrhunderts verlassen und das Hospiz wenig entfernt in erhöhter Lage neu errichtet. Die wachsende Anziehungskraft von Neumarkt brachte dem Klösterle einen zunehmenden Bedeutungsverlust. Deshalb wurde es 1317 dem Kloster St. Michael angeschlossen. Seither diente die Struktur als Wohnung, Bauernhaus und Magazin. Die Besonderheit des Klösterles besteht darin, über die Jahrhunderte seine ursprüngliche Struktur beibehalten zu haben. Der romanische Komplex besteht aus einem Innenhof zwischen der Kirche im Norden, dem Wohnhaus im Westen, Wirtschaftsgebäuden im Osten und einer Umfassungsmauer im Süden. Der Ankauf des Komplexes durch die Gemeinde hat zu dessen Aufwertung geführt und die zukünftigen Projekte zielen darauf ab, besonders die geschichtliche Bedeutung hervorzuheben.